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Substrat- und Oberflächenmaterialien

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Was ist eine belüftete Terrasse?

Eine belüftete Terrasse ist so konzipiert, dass die Luft unter der Terrasse zirkulieren kann. Diese Lösung ermöglicht den Feuchtigkeitsabfluss und verhindert, dass sich Wasser unter der Oberfläche ansammelt. Dadurch wird verhindert, dass sich Feuchtigkeit in der Struktur ansammelt, die Materialien (z. B. Beton oder Holz) beschädigen und die Bildung von Schimmel und Mehltau fördern kann.
Diese Terrassenarten sind besonders dort zu empfehlen, wo Feuchtigkeit und wechselnde Witterungsbedingungen zu Problemen mit der Haltbarkeit der Oberfläche führen können, z. B. durch Ablösen von geklebten Fliesen an Stellen über Kellern, Garagen, Wohnräumen und insbesondere auf Balkonen und Loggien.

Untergrund für Stützen

Die zur Herstellung der Tragkonstruktion verwendeten Terrassenkonsolen erfordern einen geeigneten Unterboden. Ein instabiler Unterboden führt dazu, dass sich die Konsole bewegt, was zu einer instabilen und unebenen Oberfläche führt.
Bei Terrassen im Pflasterbau, bei denen die gesamte Plattenfläche aufliegt (Unterbau, Sand, Kies, erdfeuchter Beton), genügen 2 mm starke Stützen, um die Plattenecken auszurichten und gleichmäßige Fugen zu erzielen.
Wenn wir ein belüftetes System installieren, muss das für die Stützen vorbereitete Fundament langlebig und widerstandsfähig gegenüber Bewegungen sein, die die Struktur beschädigen könnten.
Es ist möglich, die Stützen auf Betonblöcken oder anderen stabilisierten Fundamentelementen zu platzieren. Die Konstruktionsbedingungen für ein solches System müssen Bodenbewegungen und Hebungen der Blöcke und der Stütze berücksichtigen. Daher muss die Unterkonstruktion so vorbereitet werden, dass Hebungen durch geeignete Drainage, Berücksichtigung des Gefrierschutzes und der Bodenart (Sand, Schluff, Lehm usw.) verhindert werden. Das direkte Aufstellen der Stützen auf dem Boden ist nicht zulässig.
Bei der Montage auf Betonestrichen, Terrassen, Decken und Balkonen werden die Halterungen üblicherweise auf einer Abdichtung, d. h. auf Heißsiegelvlies, EPDM, PVC, Dämmschlämme oder direkt auf dem Beton platziert (Unterlegscheiben unter der Halterung werden empfohlen).
Bei Umkehrsystemen, bei denen zusätzlich eine Wärmedämmung auf oder direkt unter der Abdichtung angebracht wird, kann es aufgrund der geringeren Härte des Untergrunds im Vergleich zu beispielsweise einem Betonuntergrund zu einem Durchhängen der Konstruktion kommen. Sowohl die Filzdämmung (mehrere Schichten plus hohe Temperaturen, z. B. im Sommer) als auch die Wärmedämmung, insbesondere bei unsachgemäßer Verlegung mit Zwischenräumen darunter, können durchhängen. Die minimal zulässige Härte des Untergrunds beträgt 200 kPa/m², die empfohlene Härte 300 kPa/m².
Bei einer Wärmedämmschicht ist es meistens notwendig, eine Deckschicht aus Filz oder eine andere Schicht zu verwenden, die die Wärmedämmung vor UV-Strahlung und Oxidation schützt, und zwar gemäß den Empfehlungen des Wärmedämmstoffherstellers und der Baupraxis.

Vorteile einer belüfteten Terrasse

Eine Terrasse auf Kragträgern bietet zahlreiche praktische und ästhetische Vorteile.

  • Effektive Belüftung – Eine belüftete Terrasse auf Kragträgern bietet unter der Oberfläche einen Raum, der einen freien Luftstrom ermöglicht. Dadurch wird Feuchtigkeit, die sich sonst unter der Oberfläche ansammeln könnte, effektiv abgeleitet. Dies verhindert die Bildung von Schimmel, Mehltau und Korrosion und verlängert die Lebensdauer der für die Terrassenkonstruktion verwendeten Materialien erheblich.
  • Einfache Installation – Dank des Stützsystems ist die belüftete Terrasse einfach zu installieren und erfordert keine komplizierten Bauarbeiten. Die Stützen sind verstellbar, wodurch eine präzise Anpassung der Oberflächenhöhe und der optimalen Neigung möglich ist, die für die Wasserableitung entscheidend ist.
  • Haltbarkeit und Wetterbeständigkeit. Eine belüftete Terrasse auf Kragträgern ist dank der Verwendung feuchtigkeits- und temperaturbeständiger Materialien witterungsbeständig. Das Fehlen von rissigen Fugen und herabfallenden Fliesen ist ein unbestreitbarer Vorteil dieser Konstruktion.
  • Schutz vor Korrosion und mechanischer Beschädigung – Stützen, die die Terrassenoberfläche anheben, vor Feuchtigkeit schützen und den direkten Kontakt mit dem Boden verhindern, der bei herkömmlichen Konstruktionen zu Korrosion, Rissen oder Materialzerstörung führen kann.
  • Ästhetik und Gestaltungsfreiheit – eine belüftete Terrasse auf Kragträgern bietet umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Sie lässt sich sowohl in der Höhe als auch in der Oberflächengestaltung problemlos an individuelle Bedürfnisse anpassen und bietet die Wahl zwischen verschiedenen Formaten, Mustern und Farben.
  • Bequeme Wartung und Zugang zur Infrastruktur – der Abstand zwischen Oberfläche und Boden ermöglicht eine einfache Installation (z. B. Terrassenbeleuchtung) oder Entwässerung. Bei Bedarf kann es schnell demontiert werden.

Welche Oberflächen sollten auf Trägern verlegt werden?

Das am häufigsten gewählte Oberflächenmaterial ist Steinzeug. Seine hervorragenden physikalischen und optischen Eigenschaften verdrängen schnell andere Oberflächen.
Feinsteinzeugfliesen in jeder beliebigen Oberfläche (Beton, Stein, Holz) sind äußerst praktisch, ästhetisch ansprechend und langlebig. Da sie praktisch keine Wasseraufnahme haben, eignen sie sich ideal für Bereiche mit großen Temperaturschwankungen. Eine Mindestdicke von 20 mm gewährleistet eine hohe Festigkeit von bis zu 700–800 kg.
Betonplatten, die trotz ihrer ungleichmäßigen Abmessungen und Dicke immer seltener werden, können auch auf Stützen montiert werden, was zwar mehr Erfahrung und Präzision erfordert und oft eine zusätzliche Bearbeitung der Platten erfordert, aber dennoch von Architekten und Liebhabern roher, unebener Oberflächen geschätzt wird.
Natursteinplatten können, wenn sie richtig geschnitten und poliert werden, einen hervorragenden optischen Effekt erzielen. Granit und Marmor sind nach wie vor gängige Optionen für Terrassenbeläge, insbesondere in den Gemeinschaftsbereichen großer Wohnanlagen.
Holz- und Verbundterrassen mit Balken sind eine sinnvolle Option, wobei die Tragstruktur ebenfalls aus Konsolen besteht. Sibirische Lärche und hochwertige Verbundterrassen sind weiterhin beliebt.

Zusätzliche Unterstützung für die Platten

Häufig gestellte Fragen zur Verwendung zusätzlicher Stützen unter Terrassenplatten sowie der Mangel an gesetzlichen Vorschriften haben insbesondere unter Plattenherstellern zu einer Debatte zu diesem Thema geführt. Da Platten anfällig für Beschädigungen und Risse sind und in der Regel das schwächste Element der Konstruktion darstellen, ist es wichtig, stets die Empfehlungen des Plattenherstellers zur Installation seiner Produkte auf Terrassenstützen zu beachten. Die Herstellergarantie kann dadurch beeinträchtigt werden.
Es gibt keine schlüssigen Studien oder Normen, die die Zweckmäßigkeit einer fünften Stütze in der Mitte unterhalb der Platte als zusätzlichen Schutz gegen Plattenrisse bestätigen. Dass die Platte an der Stelle der Mittelstütze reißt, ist als rein zufällig zu betrachten.
Nach Aussage der Bauunternehmer führt eine falsch positionierte Mittelstütze auf einem durchhängenden Untergrund dazu, dass die Platte an dieser Stütze hängt, was wiederum mehr negative Auswirkungen als Vorteile mit sich bringt.
Die Empfehlungen der meisten Plattenhersteller berücksichtigen weder Meinungen, Erfahrungen noch bewährte Installationspraktiken. Auch die mechanischen Eigenschaften der Träger, die beispielsweise bei der Erstellung nationaler technischer Bewertungen geprüft werden, werden nicht berücksichtigt.
Da es keine klar definierten Regeln gibt, ist es angebracht, alle verfügbaren Kenntnisse und Erfahrungen zu nutzen, um die Konstruktion so gut wie möglich fertigzustellen.
Die Haltbarkeit der Platte und das Material, aus dem sie besteht, sollten unbedingt berücksichtigt werden (verschiedene Materialien haben unterschiedliche Festigkeiten). Ein weiterer Faktor ist der Untergrund. Dies kann ein harter Untergrund wie Betonestrich, Betonplatten usw. oder ein weicher Untergrund wie Styrodurplatten (XPS), Dachplatten (PIR) usw. sein. Es ist wichtig zu beachten, dass die empfohlene Härte des Untergrunds 300 kPa/m² oder mehr beträgt. Die Härte des Untergrunds wirkt sich direkt auf die Durchbiegung der Terrasse während der Nutzung aus.
Auch die endgültige Tragfähigkeit der Terrasse ist entscheidend. Gartenmöbel, Pflanzgefäße, Deko-Elemente und weitere Komponenten beeinflussen die Haltbarkeit der Konstruktion maßgeblich. Die Verwendung der richtigen Anzahl hochfester Stützen ist entscheidend.

Besonderheiten des belüfteten Systems

Hinterlüftete Terrassen sind schwimmend verlegte Konstruktionen. Sie erfordern keine zusätzliche mechanische oder chemische Installation. Es kann Bereiche oder Elemente geben, die eine mechanische oder chemische Installation erfordern, jedoch nur zur Stabilisierung bestimmter Elemente, um die Leistung und Haltbarkeit der Terrasse zu verbessern. Polypropylen-Träger können mit einem Winkelschleifer mit Metallscheibe zugeschnitten werden. Zur Unterstützung der Installation sollte eine chemische Befestigung mit einem für die zu verbindenden Materialien geeigneten Klebstoff verwendet werden. Polymerklebstoffe haben das breiteste Anwendungsspektrum. Bei einem hinterlüfteten System wird das Oberflächenmaterial mit Zwischenräumen verlegt, durch die Wasser eindringt und durch die Neigung der Unterkonstruktion von der Balkon- oder Terrassenoberfläche abgeleitet wird. Eine Verlegung mit geneigter Oberfläche oder horizontal ist zulässig. Horizontale und unregelmäßige Verlegungen können dazu führen, dass sich Wasser an bestimmten Stellen sammelt, trocknet und Flecken verursacht. Bewegliche Terrassenelemente, knarrende oder knackende Fliesen oder Dielen, verrutschende Fliesen, hervorstehende Ecken oder ungleichmäßige Fugen sind allesamt Verlegefehler, sofern die verwendeten Materialien keine Herstellungsfehler aufweisen oder unbeschädigt sind.

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